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Es gibt nicht Menschen, die mehr oder weniger gut integrierbar sind sondern nur mehr oder weniger integrative Menschengemeinschaften. Wie gut jemand in eine Gemeinschaft integriert werden kann, bzw. wie gut sich jemand auch selbst in einer Gruppe einbringen- und Anliegen und Normen der Gruppe mittragen kann, hängt vor allem davon ab, wie eine Menschengemeinschaft mit “anderen”, dazukommenden Menschen umgeht. Wie begegnen wir in einer Gruppe andern, mit denen wir teilen sollten-, bzw. die an unserer Gruppe auch teilhaben können sollen? Grenzen wir rasch aus, machen die Schotten dicht? Oder brauchen wir sogar Feindbilder, um unsere Gruppe zusammenzuhalten? Oder ist unsere Gruppe vielleicht menschlich und kulturell an dem interessiert, was ein neues Gruppenmitglied einbringen kann? Versuchen wir, andere zu verstehen, die vielleicht nicht von anfang an perfekt unsere Sprache sprechen? Hören wir ihnen zu? Können wir es als Chance betrachten, wenn unsere Gemeinschaft sich “erweitert” um “Neumitglieder”? Anerkennen wir “Neue” als vollwertige Mitglieder oder schalten wir rasch und rigoros auf Konkurrenz? Wieweit unterstützt unsere Gemeinschaft auch Mitglieder, die schlechtere Voraussetzungen haben als wir? Wieweit sind wir bereit, wenn es dies braucht, auch unkompliziert einem Mitglied unserer Gemeinschaft zu helfen? Können wir teilen? Solche Fragen stellen sich im Zusammenhang mit Integration. Integration ist also vor allem eine Herausforderung an bestehende Gruppierungen. Integration ist m.E. auch eine wichtige Grundlage für interkulturellen Austausch.

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